Interview in der ABS-Lese-Ecke

Ein Auszug aus dem Interview von Ann-Bettina Schmitz:

ABS: Du hast vor diesem Roman schon einen kurzen Text in einer Anthologie veröffentlicht. Sein Titel »Der Himmel ist leer«. Hast du einen Hang zu religiösen Themen oder ist das Zufall?

Nein, das ist kein Zufall. Meine ersten Anläufe, einen Roman zu verfassen, hatten andere Themen. Doch beim Augenschließen und Aufschreiben – ohne nachzudenken – quoll eines Tages der Kurzprosatext „Der Himmel ist leer“ aus mir hervor. Ich habe geweint. Und aufgeatmet.

Jahrzehntelang hatte ich über Gott und die Welt gegrübelt … ich komme aus diesen evangelikalen Kreisen … und mich gefragt, weshalb das „irdische Leben“ eine Fallgrube des „Teufels sein soll, wenn doch „Gott“ diese Welt erschaffen hat. Wie kann es sein, dass das eigene Leben im Bestreben, den Willen Gottes zu tun, so aus dem Ruder läuft? Weshalb ist die Natur „sündig“? – (die Grundlehre des Christentums).

Als ich die Szene mit dem orangefarbenen Rock aufschrieb wusste ich, dass ich meinen Romananfang gefunden hatte.

 

ABS: Du hast dein Buch beim Turmhut Verlag herausgebracht. Wie bist du zu diesem Verlag gekommen?

Das ist eine dreijährige Geschichte voller Ablehnung und gelegentlichem Interesse. Einige kleine Verlage zeigten sich wohlwollen, lehnten aber das ungewöhnliche Thema ab. Nicht zuletzt wegen der religionskritischen Aussage.
Als ich schon bereit war, selbst zu publizieren, ging ich zuvor nochmal die Verlage durch, die Interesse signalisiert hatten … und fand auf einer Verlagsseite den Link zu Turmhut. Ich schrieb der Verlegerin sofort, welche Aussage der Roman hat und bat darum, die Leseprobe gar nicht erst anzuschauen sondern gleich Farbe zu bekennen, falls Religionskritik bei ihr nicht gewollt sei.
Nun, Sylvie Kohl gefiel die Geschichte und gab ihr eine Chance … ich bin ihr dankbar.

 

ABS: Arbeitest du schon an einem neuen Buch? Wenn ja, kannst du uns schon etwas darüber verraten?

Ich habe (schon länger) Ideen für ein Sachbuch und einen weiteren Entwicklungsroman. Das Sachbuch soll eine unterhaltsame Einführung in die Erkenntnisse der kritischen Theologen, der Bibelforscher und anderer Wissenschaftler werden … was so alles schon „gewusst wird“ – im Gegensatz zu dem, was gepredigt wird. Ein bisschen „Ich bin Charlie Hebdo“

Der Roman beschäftigt sich mit den Einbildungen, Schwierigkeiten und manchmal unüberwindbaren Hürden in Sachen „Liebe“ …

 

Das ganze Interview

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